Marpe für Alle

BVV rettet wertvolles Grün vor Bebauung

Wuppertal, 26.03.2026

Die existenzielle Aufgabe des Barmer Verschönerungsvereins ist der Erhalt unserer Lebensgrundlage, die Bewahrung der unbebauten Natur

BVV rettet wertvolles Grün vor Bebauung

Der Barmer Verschönerungsverein wurde 1864 mit dem Ziel gegründet, durch die Schaffung einer Parkanlage im Barmer Süden eine zunehmende Bebauung zu verhindern. Damals drängten Betriebe und wohlhabende Bürger aus der Barmer Mitte in die Stadtränder. In Hochbarmen, rund um den 1888 eröffneten Toelleturm, entstand eine neue von Adolf Vorwerk initiierte Siedlung, die durch die Barmer Bergbahn (12894-1959), eine moderne Zahnradbahn, erschlossen wurde. Bis heute erhalten blieb ein Geschenk von Adolf Vorwerk an seine Frau, der Vorwerkpark.

Innerhalb von 25 Jahren wurden die Barmer Anlagen gestaltet, nach einem Entwurf des Düsseldorfer Hofgartendirektors Joseph Clemens Weyhe und seiner Nachfolger. Mit einer Fläche von 100 Hektar avancierten die Anlagen zum zweitgrößten Park in Deutschland. Eine großartige Leistung für diese frühe Bürgerinitiative, die sich nicht gegen etwas, sondern für die Sicherung von unbebauten Flächen einsetzte. Park und Wald garantieren frische Luft und heute mehr denn je ein lebenswichtiges Klima. „Jeder Quadratmeter unbebauter Boden zählt,“ klingt BVV-Vorsitzender Peter Prange stolz. Rund 800 Mitglieder und viele Spender bekennen sich zu den Vereinszielen, zu denen neben der Parkpflege der Erhalt zahlreicher Denkmäler gehört.

Nach dem bewährten Erfolgsrezept versucht der BVV nun eine Wiederholung. Als die öffentliche Diskussion um die Bebauung der „Marper Wiesen“ Fahrt aufnahm, meldete sich der 161 Jahre alte BVV erneut zu Wort. Peter Prange: „Wir kauften mit finanzieller Unterstützung unserer Förderer einige Flächen (35.000 Quadratmeter) zwischen den Straßen Marpe und Marper Weg und retten sie vor einer möglichen Bebauung. Wir folgen damit der vorbildlichen Tradition der Familien Vorwerk und von Armannsberg, die sich auch dem Vorwerkpark verbunden fühlen“.

Nach Erledigung der Formalitäten bemüht sich der Verschönerungsverein um Pachtverträge mit bewährten, umweltbewussten Pächtern, die sich klimabewahrend um den Erhalt der „Marper Wiesen“ entlang der Adolf-Vorwerk-Straße kümmern. „Auf diese Weise sichern wir erneut wichtigen Boden vor einer Bebauung“, verspricht Peter Prange für den BVV und ergänzt, dass der Kauf keine Schulden hinterlässt.

Ein Kleinod, für das es sich zu kämpfen lohnte
Für den Erhalt der Marper Wiesen haben sich viele Jahre Barmer Bürgerinnen und Bürger, sowie der Barmer Verschönerungsverein, engagiert. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, wie die Gründer des BVV und die Stiftung Adolf-Vorwerk-Park, diese Flächen vor einer Bebauung zu schützen und die idyllische Landschaft für alle Menschen zugänglich und erlebbar zu machen.

Gegen Willen des Landes
Der Stadtrat hat drei Vorschläge der Landesregierung: südlich der Adolf-Vorwerk-Straße Bauland zu schaffen, abgelehnt, zuletzt im Sommer 2024. BVV-Vorsitzender Peter Prange: „Eine weitere Versiegelung und Überbauung von Natur und Landschaft Richtung Murmelbach und Scharpenacken wurden aufgrund der erwarteten erheblichen Umweltauswirkungen abgelehnt. Wir haben eine historische und ökologisch bedeutsame Chance, dank zahlreicher Spender ergriffen.“

Fotos: BVV

Wuppertal, 22.03.2024

Wie Sie aktuell aus den Medien erfahren haben, sollen die Marper Wiesen Bauland werden. Diese Entwicklung in unmittelbarer Nachbarschaft zum BVV finden wir bedauerlich.

Von interessierten Barmer Bürgern ist der Gedanke an uns herangetragen worden, die erforderlichen Mittel für einen Kauf zu sammeln und diese dem Barmer Verschönerungsverein zu spenden, damit der  BVV sein Gelände um zumindest einen Teil der in Rede stehenden Flächen erweitern kann. Die Idee ist nicht neu: Bereits der Sohn Adolf Vorwerks (Wilhelm)  hat sich testamentarisch 1967 in diesem Sinne dazu geäussert. Auch die Familie Jackstädt war vor 30 Jahren Mitglied einer Initiative, die das Gelände als Naherholungsgebiet sichern wollte.

Übrigens: ganz in der Tradition des Verschönerungsvereins, der gegründet wurde mit der Absicht, die Lebensqualität im urbanen Raum durch die Bereitstellung von Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten für die Gemeinschaft zu verbessern http://www.wuppertal-barmen.com/barmer-burger-schufen-sich-ihren-park-selbst/ . Der Barmer Verschönerungsverein verfolgt seit seiner Gründung vor 160 Jahren das Ziel, natürliche Schönheit zu bewahren und zu fördern, indem er Grünflächen schuf beziehungsweise erhielt, die sowohl ästhetischen als auch gesundheitlichen Nutzen für die Öffentlichkeit bieten. Praktisch umgesetzt wurde das durch die Verhinderung der Bebauung der Südhöhen auf einem Areal von ca. 100 ha insbesondere durch kontinuierliche Zustiftungen. Daraus wurden die Barmer Anlagen, Deutschlands zweitgrößter Park in privater Trägerschaft.

Der Presse ist zu entnehmen, dass der Investor IDEE GmbH sich eine Wohnbebauung an der Marpe erhofft. Die Stadtverwaltung, namentlich Herr Oberbürgermeister Schneidewind, hat dies im Namen der Stadt auf Basis bestehender Beschlüsse öffentlich abgelehnt. Im September 2019 hat der Stadtrat im Zusammenhang mit der Aufstellung des Regionalplans gegen die Einstufung der Flächen als Wohnbaupotenzialflächen gestimmt (vgl. Anlage 4 zur Drs. Nr. VO/0714/19). Hier heißt es: „Der Rat der Stadt lehnt die Entscheidung der BR ab, im Bereich der Adolf-Vorwerk-Straße ASB im RPD darzustellen. Eine weitere Versiegelung und Überbauung von Natur und Landschaft Richtung Murmelbach/Scharpenacken werden aufgrund der zu erwartenden erheblichen Umweltauswirkungen abgelehnt.“
Die Bezirksregierung folgte der Stellungnahme der Stadt allerdings nicht (vgl. Anlage 1 zur VO/1011/19): „Die Fläche Adolf-Vorwerk-Straße wird aufgrund ihrer Eignung als zusätzlicher ASB im RPD dargestellt.“ Damit ist die Bebauung grundsätzlich möglich.

Da dieser Ratsbeschluss einige Jahre alt ist und vor der letzten Kommunalwahl gefasst wurde, bat der Bürgerverein Hochbarmen e.V. die demokratischen Fraktionen im Stadtrat um eine kurze Stellungnahme. In der Folge haben sich bisher der Barmer Bürgermeister Herr Lücke (CDU) und die Grünen  mit bemerkenswerter Klarheit gegen die Baupläne Stellung bezogen:

Hier finden Sie in einer Präsentation die die Idee des Barmer Verschönerungsvereins erörtert, der sich nun auch offiziell um die Flächen bemüht und weitere Detaileinsichten bietet.

Wir sind dringend auf Spenden angewiesen, um den Kaufpreis zu erbringen. Bisher haben wir sehr beachtliche Zusagen von Grosspendern.  Uns fehlt aber noch ein erheblicher Betrag, um in zielführende Verhandlungen mit der IDEE GmbH zu treten.

Bitte helfen Sie uns, den erforderlichen Betrag aufzubringen und die Vision wahr werden zu lassen. Falls gewünscht, darf der Betrag auch in drei Jahresraten gezahlt werden.

Der BVV ist gemeinnützig und kann somit Spendenbescheinigungen ausstellen, was die Last einer Zusage merklich reduziert.

Spenden bis zu 1.000 € erbitten wir auf das Sonderkonto des Barmer Verschönerungsvereins (IBAN DE98 3305 0000 0000 1978 48 / WUPSDE33XXX / Stichwort Marper Wiese). Sollte sich das Vorhaben nicht umsetzen lassen, bitten wir das Geld für die fest geplante Sanierung des Ringelteiches umwidmen zu dürfen.

Für ggf.  höhere Summen fragen wir über einen Notar zunächst die Bereitschaft der Spender ab, um die für unsere Verhandlungen zur Verfügung stehende Gesamtsumme zu ermitteln. Bitte füllen Sie in diesem Fall das beigefügte Formular aus und mailen Ihre ernst gemeinte Spendenzusage zu Notar Dr. Thoma. Er wird dem BVV lediglich anonym die Gesamtsumme melden. Erst wenn sich eine Einigung über einen für uns zu realisierenden Kaufpreis abzeichnet, werden wir die Namen erfragen und mit Ihnen bezüglich der weiteren Vorgehensweise in Kontakt treten.

Es wäre fantastisch, wenn wir es gemeinsam schaffen würden, dieses wundervolle Fleckchen Erde vor einer zukünftigen Bebauung zu bewahren und die lange Tradition des Barmer Verschönerungsvereins über Spenden in der Fläche zu wachsen wiederaufleben lassen könnten.

Liebe Grüße im Namen des BVV-Vorstands
Andre Bovenkamp
(2. Vorsitzender)

Bitte helfen Sie uns, den erforderlichen Betrag aufzubringen und die Vision wahr werden zu lassen. Falls gewünscht, darf der Betrag auch in drei Jahresraten gezahlt werden.

Der BVV ist gemeinnützig und kann somit Spendenbescheinigungen ausstellen, was die Last einer Zusage merklich reduziert.

Spenden bis zu 1.000 € erbitten wir auf das Sonderkonto des Barmer Verschönerungsvereins. Sollte sich das Vorhaben nicht umsetzen lassen, bitten wir das Geld für die fest geplante Sanierung des Ringelteiches umwidmen zu dürfen.

Bankverbindungen

Stadtsparkasse Wuppertal

IBAN DE98 3305 0000 0000 1978 48

BIC: WUPSDE33XXX

Stichwort: Marper Wiese