News Übersicht 2020

Spuren der Barmer Bergbahn

Den 61. Jahrestag der Stilllegung der legendären Barmer Bergbahn nimmt der Vorsitzende des gleichnamigen Vereins, Jürgen Eidam, als Anlass für eine zweieinhalbstündige Exkursion auf den Spuren dieser unvergessenen Zahnradbahn, die von 1894 bis 1959 zwischen Clef und Toelleturm verkehrte, aber auch ein wichtiger Baustein im Wuppertaler Straßenbahnnetz war. Warum wurde diese Zahnradbahn gebaut und welchen Nutzen hatte sie für die südlichen Stadtteile Ronsdorf und Cronenberg? War es Adolf Vorwerk, der dieses ungewöhnliche, fortschrittliche und energiesparende Verkehrsmittel realisierte, musste sein Sohn Wilhelm die letzte Fahrt am 4. Juli 1959 mit ansehen. Er stellte sich an die Spitze der Protestgruppe! Jürgen Eidam informiert über die Diskussionen in den 1950er Jahren und wagt einen Ausblick, was eine neue Bergbahn heute kosten würde.

Interessierte treffen sich mit Jürgen Eidam am 4. Juli um 14 Uhr an der Bushaltestelle Toelleturm, Hohenzollernstraße (gegenüber von Haus 8). Es werden Spenden von 5 Euro für die Arbeit des Vereins Barmer Bergbahn erbeten.


6 Wochen lang immer mittwochs am Toelleturm

Vom 1. Juli bis 5. August richtet der Barmer Verschönerungsverein mittwochs von 15 bis 17 Uhr eine Sommerferienaktion am Toelleturm, Hohenzollernstraße 33, aus. Insgesamt präsentieren sich 21 Förderer und Kooperationspartner und 15 weitere Gäste an zehn Infotischen. Historische Personen wie Ludwig Ernst Toelle und Geheimrat Wilhelm August Bredt haben ihr Kommen zugesagt, ebenso Pippi Langstrumpf. Es wird über den legendäre Barmer Bergbahn informiert. Ein Waldspaziergang und Biopfad laden junge und erwachsene Gäste ein. Ritter kommen aus Schloss Burg zum Toelleturm. Und es werden Märchen erzählt. Der Toelleturm ist zur Besteigung geöffnet und lädt zum Zählen der Treppenstufen ein. Die Moderation besorgt Initiator Bernd Lamprecht. Schirmherren sind Barmens Bezirksbürgermeister Hans Hermann Lücke und BVV-Vorsitzender Peter Prange. 


Roter Toelleturm!

Mit dem Motto "Night of Light" leuchten Eventmanager bundesweit knapp 6.700 kulturelle Spielstätten rot an und verstehen "Alarmstufe rot" als Hilferuf gegen die durch die Coronapandemie bedingten Auftrags- und Einnahmeverluste.

In Wuppertal leuchtet Eventmanager Lars Schlingensiepen (www.event-total.de) den Toelleturm rot aus. Dazu geben Florian Danowski und Dirk Rosenbaum (www.motivation-heute.de) als Corona-Live-Band ein kleines Abendkonzert.


Auf den Spuren von Bredt und Wegner

 Als erster Barmer Oberbürgermeister gehört Wilhelm August Bredt (1817-1895) zu den historischen Persönlichkeiten dieser Stadt und stammte aus einer der berühmtesten Familien. In die Rolle des Geheimrates schlüpfte Bernd Lamprecht (Foto an der Wilhelm-Vorwerk-Anlage) bei einem Spaziergang, zu dem der Barmer Verschönerungsverein eingeladen hatte. Der BVV hat Bredt, wie dessen Nachfolger Friedrich Wilhelm Wegner (1836-1898) Plätze („Höhen“) am Höhenweg im Barmer Wald gewidmet, weil sie als Vorstandsmitglieder maßgeblich an der Entwicklung der Barmer Anlagen mitgewirkt haben. Abgerundet wurde die Tour mit einem Besuch der Teiche („Paul Peter Muckenhaupt-Platz“) an der Lönsstraße, der Keimzelle der Barmer Anlagen.


Neuerdings: Infotage am Toelleturm

Die Öffnungszeiten des Toelleturms (bei trockenem Wetter samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr), Hohenzollernstraße 33, nutzt der Barmer Verschönerungsvereins seit dem vergangenen Sonntag für monatliche „Informationstage am Toelleturm“.

 

Es präsentieren sich die Kooperationspartner aus Barmen und Hochbarmen Verein Barmer Bergbahn, Heidter Bürgerverein, Bürgerverein Hochbarmen, Rheinischer Verein, Gesellschaft Concordia, Bredt-Gesellschaft, Friedrich-Spee-Akademie, Kolpingfamilie Barmen, die Stadtverordneten Buntrock und Schmidt, Lotsenpunkt der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und der BVV. Initiator Bernd Lamprecht: „Der Start ist bei gutem Wetter gelungen und hat gezeigt, dass die Partner an einer guten Netzwerkarbeit interessiert sind“. Die nächsten Infotage finden am 19. Juli, 16. August und 13. September von 15 bis 18 Uhr statt.


Waldbaden in den zauberhaften Barmer Anlagen

Im Einklang mit der Natur den eigenen Rhythmus finden


Am Sonntag, 28. Juni 2020, nimmt die Heilpraktikerin Heike Prinz die Teilnehmer Innen mit auf eine Reise in die Rhythmen der Natur. Wir Menschen sind auf vielfältige Weise in die Naturrhythmen eingebunden, die einen harmonisierenden Einfluss auf unser Wohlbefinden haben und die Regeneration des Körpers fördern.

Chronobiologie ist dazu das Stichwort. In diesem Bereich der Biologie wird untersucht, auf welche Weise die geistigen, körperlichen und emotionalen Zyklen unseres Körpers von natürlichen zeitlichen Abläufen beeinflusst werden und wie wir lernen, davon zu profitieren.


Termin: Sonntag, 28 Juni 2020, 14.00 Uhr
Treffpunkt Untere Lichtenplatzer Straße 84
Dauer des Spazierganges; ca. 1,5 Stunden
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Spende für den Barmer Verschönerungsverein wird erbeten.

Für die Führungen ist zurzeit eine namentliche Anmeldung notwendig, entweder per Mail über info@barmer-anlagen.de oder telefonisch unter 0202 557 927.


Die Leiterin des Spazierganges:

Heike Prinz, Ernährungswissenschaftlerin (Dipl. oec. troph.) und Heilpraktikerin.
Seit mehr als 18 Jahren in eigener Praxis tätig, davon einige Jahre in der Schweiz praktiziert. Praxisschwerpunkte sind u.a.: Kinesiologie, Homöopathie, Bach-Blüten, Schüßler Salze, u.v.m.
Das Ziel bei jeder Behandlung ist es, den Menschen in sein inneres Gleichgewicht zu bringen, und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.


Informationen zum Wasserstand im Schwanenteich

Liebe Besucherinnen und Besucher,

der derzeitige geringe Wasserstand bzw. fehlendes Wasser im Schwanenteich sind so gewollt.

Der Teich ist entleert worden, damit anstehende Sanierungsarbeiten erledigt werden können. Im letzten Jahr wurde das Wasser bereits abgelassen und der Teich entschlammt. Der Uferbereich soll nun ausgebessert werden.

Die Suche nach einem geeigneten Unternehmen hat sich aufgrund der Corona-Krise verzögert, zzt ist es problematisch, Handwerker zu finden. Wir hoffen jedoch, dass uns dies in Kürze gelingen wird. Danach wird der Teich wieder gefüllt und bekommt sein ursprüngliches Aussehen zurück.

Die Enten, die hier ihr Zuhause haben, können jederzeit den oberhalb gelegenen Teich aufsuchen und finden somit auch genügend Wasser.

Bitte machen Sie sich daher keine Sorgen.


Aktuelle Informationen zur Situation der Corona-Pandemie

Wir freuen uns, dass die Landesregierung und die Stadt Wuppertal uns eine vorsichtige Wiederaufnahme unseres Veranstaltungsangebotes erlauben: Ab 17. Mai 2020 kann der Toelleturm wieder geöffnet werden. Wie üblich, sind die Öffnungszeiten samstags von 15.00 – 18.00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 12.00 – 18.00 Uhr. Bitte richten Sie sich nach den Anweisungen des jeweiligen „Türmers“, was Abstands- und Hygieneregeln angeht.

Des Weiteren können ab 1. Juni 2020 wieder Führungen in den Barmer Anlagen stattfinden.

Termine und Informationen zu den Führungen finden Sie hier >

Für die Führungen ist zurzeit eine namentliche Anmeldung notwendig, entweder per Mail über info@barmer-anlagen.de oder telefonisch unter 0202 557 927.

Alle übrigen Veranstaltungen wie die beliebten Toelleturmkonzerte können wahrscheinlich erst wieder ab 31. August 2020 stattfinden.

Wir freuen uns, dass wir durch die inzwischen möglichen Lockerungen Ihnen einen Teil unseres Veranstaltungsprogramms wieder anbieten können.

Bitte achten Sie in Ihrem und im Interesse aller auf die immer noch geltenden Abstandsregelungen, damit die langsame Rückkehr in die „Normalität“ weitergehen kann.

Wir freuen uns auf Sie, bleiben Sie gesund!


Achtung: Akute Waldbrandgefahr!

Wie verhalte ich mich im Wald bei akuter Waldbrandgefahr ?
Es gibt dabei ein paar wichtige Dinge zu beachten um ein mögliches  Feuer zu vermeiden.

Was solltest du im Wald NICHT tun ?

Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (Nur auf ausgewiesen Grillplätzen erlaubt)

Bitte nicht rauchen im Wald, denn schon kleine Glutreste der Zigarette reichen aus, um einen Waldbrand zu entfachen.

Bitte werfe auch keine Zigaretten aus dem Autofenster während der Fahrt.

Parke nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern,der heiße Katalysator deines KFZ kann das trockene Gras schnell entzünden.

Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen, der Brennglaseffekt kann ebenfalls Brände verursachen

Wenn das Feuer nicht selbst gelöscht werden kann, ist die Feuerwehr so schnell wie möglich zu alarmieren. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt in Deutschland über den Notruf 112 und in Österreich über den Notruf 122.

Für die Brandmeldung sind folgende Informationen wichtig:
Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
Sind Menschen oder Sachwerte in Gefahr? – sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, wenn möglich auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
Ist die Feuerwehr am der Brandstelle angekommen übernimmt sie die weiteren Löscharbeiten


WSW spendet für Mädchenwohnheim

Die Wuppertaler Stadtwerke haben 2500 Euro für das Mädchenwohnheim St. Hildegard gespendet. Dafür hat die WSW Geld bei zwei internen Veranstaltungen sowie beim Waffelbacken auf dem Weihnachtsmarkt am Toelleturm gesammelt. Heute, Dienstag, 3. März, übergab der WSW-Vorstandsvorsitzende Markus Hilkenbach gemeinsam mit zwei Arbeitnehmervertretern den symbolischen Spendenscheck an Marie-Luise Peterwerth und Marlene Schützendorf vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dem Träger der Einrichtung. Das Geld soll für eine Ferienfreizeit des Mädchenwohnheims verwendet werden.


Barmer Anlagen sind ein großartiges Vermächtnis!

Seit der Gründungen mehrerer Friedrich-Spee-Akademien in Düsseldorf, Wuppertal und anderswo ist Bernd Lamprecht ein überzeugter und überzeugender „Vernetzer“. Deshalb fallen seine Initiativen besonders in Wuppertal auf fruchtbaren Boden, weil es in der Stadt und ihren Stadtteilen ungezählte ehrenamtlich geführte Vereine und Organisationen gibt, die nebeneinander wirken, aber in Netzwerken noch viel erfolgreicher agieren können.

Eine Kooperation mit Akteuren aus Barmen und Hochbarmen ist zu Jahresbeginn an den Start gegangen. Ein schönes Bindeglied ist dabei der Barmer Verschönerungsverein mit seinen Barmer Anlagen. Zur regelmäßigen Kommunikation gehört die Reihe der Toelleturm-Gespräche im Restaurant „Zur alten Bergbahn“, in denen Talk und Dinner miteinander verbunden werden.

Nach der Premiere mit dem Barmer Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke hatte Moderator Bernd Lamprecht den Vorsitzenden des Barmer Verschönerungsvereins, Peter Prange, eingeladen. In angenehmer Atmosphäre in der ehemaligen Fahrkartenausgabe der Barmer Bergbahn erzählte Peter Prange über sein Leben, das Bürgertum im 19. Jahrhundert, aus dem der Barmer Verschönerungsverein hervorgegangen ist, und über aktuelle Aufgaben des BVV.

Peter Prange wurde zwar in Bonn geboren, doch schon bald, nach dem Kauf der Klauser-Filialen durch den Vater, zog die Familie in die Brahmsstraße, so dass die Anlagen für den jungen Peter zum Spielplatz wurden. Er kennt Deutschlands zweitgrößten Park in bürgerschaftlichem Eigentum „wie seine Westentasche“ und war 2010 ein würdiger Kandidat für den Vorsitz im BVV.

Die Wurzeln des BVV sind auch im 156. Jahr nach der Gründung noch wichtig. Um 1864 blühte die Großstadt Barmen als Gemeinwesen förmlich auf, neben dem BVV entstanden ein Kunstverein und der Bergische Geschichtsverein. Die Gesellschaft Concordia gab es bereits seit 1802. Unglaublich: in Barmen gab es mehr Millionäre als in München! Den BVV-Gründern gelang es, allein aus einer Tombola einen Erlös von 50.000 Goldmark für den Kauf von Grundstücken und die Parkgestaltung zu erzielen. Im Rückblick ist es kein Wunder, dass mit der vom BVV gebauten Barmer Stadthalle, dem Planetarium, Luftkurhaus, einem Vergnügungsviertel mit Turmbahn am Toelleturm, dem Barmer Stadion auf dem Lichtenplatz und der Barmer Bergbahn Stadtentwicklungs-Glanzlichter gesetzt wurden. Peter Prange: „Unsere Vorfahren haben Naherholung für den kleinen Mann ermöglicht, den Zusammenhang des Bürgertums entwickelt und Barmen zur Großstadt werden lassen. Damals hat das Bürgertum allerdings auch die Politik bestimmt.“ Auch nach dem Verlust der Textil- und Automobilindustrie sieht Peter Prange den Zusammenhalt der Bürger und freut sich über die neuen Kooperationen. Er spürt die Hilfsbereitschaft seiner Nachbarn im Toelleturmviertel, die beispielsweise die Sanierung der Toilettenanlage und den Bau des Spielplatzes ermöglicht haben. Prange: „Auch die Sanierung der Teiche und des Klinkerteiches, wie zuvor der Obelisk, das Ringeldenkmal und die Dicke-Ibach-Treppe, schaffen wir durch Spenden.“ Umso trauriger ist Bernd Lamprecht, dass sein Wunsch nach einer Bürgerstiftung noch nicht gelungen ist. 

Nach zehn Amtsjahren als Vorsitzender ist Peter Prange mehr denn je motiviert, den Auftrag der BVV-Gründer im 156. Jahr mit aller Kraft zu erfüllen: „Wir müssen das Vermächtnis bewahren und bleiben eine der ältesten Bürgerinitiativen „pro Grün“. 100 Hektar Park und Wald sind unser positiver Beitrag zum Klimawandel!“


Toelleturm-Gespräch mit Talk und Dinner


Am Donnerstag, 27. Februar 2020, ab 18 Uhr, ist Peter Prange, Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins, Gesprächsgast von Bernd Lamprecht in der „alten Bergbahn“, Sachsenstraße 2. Im Café-Restaurant von Michel La Novara sind Reservierungen möglich. Eine Karte kostet 27 Euro.

Mit dem Ziel, dass interessierte Bürger Vereine und Organisationen mit ihren verantwortlichen Personen kennenlernen, ist am 30. Januar die Reihe der „Toelleturm-Gespräche“ gestartet.

Initiator und Moderator Bernd Lamprecht wählte dafür die historische Gaststätte „Zur alten Bergbahn“ in Sichtweite des Toelleturms und begrüßte vor 20 Gästen den Barmer  Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke. Der begeisterte Barmer („schönster Stadtteil Wuppertals!“) nutzte die Gelegenheit, „seine“ Bezirksvertretung, laut Gemeindeordnung ein Organ der Selbstverwaltung, in der sich 19 Mitglieder ehrenamtlich um das Wohl von 59.000 Einwohnern kümmern, vor allem, wenn es um Schulen, Vereine und Verkehrsangelegenheiten geht.

In den vergangenen Jahren haben sich die Bezirksvertretungen Barmen (zuständig für das Tolleturm-Viertel) und Heckinghausen (Park und Wald) für Förderanträge des Barmer Verschönerungsvereins offen gezeigt und bei der Finanzierung von Hundekotspenderbeutel und Rhododendronanschaffungen geholfen. Auch das neue Geländer an der Fußgängerbrücke über die Untere Lichtenplatzer Straße wurde auf den Weg gebracht. BVV-Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz: „Wir sind auf diese Unterstützung angewiesen und nutzen die Beratungskompetenz der städtischen Ressorts. Herrn Lamprecht danken wir, dass wir Ankerpartner in einer großartigen Kooperation von Barmen und Hochbarmen (Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Hochbarmen), die durch unsere Barmer Anlagen verbunden wird, sein dürfen. Ohne gute Vernetzung ist heute Vieles nicht mehr möglich.“

Durch Zufall aus Köln nach Wuppertal gekommen (das Kennenlernen fand an einem Regentag statt), wurde der Betriebswirt und Werbeagenturchef 1974 BV-Mitglied, später CDU-Fraktionssprecher. Seit 2008 bekleidet er „das schönste denkbare Ehrenamt“ und kandidiert am 13. September 2020 erneut. Lücke erinnert sich an 50 glückliche Jahre mit seiner früh verstorbenen Frau und den Kindern.

Die jährlich sechs öffentlichen BV-Sitzungen finden im Rathaus statt, dienstags ab 18 Uhr. Die Tagesordnung und Drucksachen stehen im Ratsinformationssystem (www.wuppertal.de). Aktuelle Themen sind der umstrittene Regionalplan, der Wohnbauten an der Adolf-Vorwerk-Straße erlauben will (Lücke: „Für Rat und BV unvorstellbar!“), Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofes Heubruch und die Stellplatzsatzung. Ein besonderes Anliegen ist Lücke die „Unterbarmer Kindertafel“. Seine Bemühungen um die Sanierung des Brunnens am Toelleturm sollen noch in diesem Jahr belohnt werden. Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth, regte eine Beleuchtung für den Brunnen an und hofft auf eine Spendenfinanzierung. Nach dem Talk wurde ein Drei-Gänge-Menü serviert.


Toelleturm-Gespräch mit Barmens Bezirksbürgermeister


Mit dem Barmer Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke startet am Donnerstag, 30. Januar, um 18 Uhr, im Restaurant „Zur alten Bergbahn“, Sachsenstraße 2, die von Bernd Lamprecht initiierte neue Dinner und Talk-Reihe „Toelleturm-Gespräch“. Nachdem der Präsident der Bredt-Gesellschaft verschiedene Kooperationspartner, zu denen der Barmer Verschönerungsverein, der Bürgerverein Hochbarmen, der Heidter Bürgerverein Barmen und weitere Barmer Organisationen gehören, miteinander verbunden hat, bekommen Interessierte in den kommenden Monaten die Möglichkeit, verantwortliche und bekannte Personen kennenzulernen.

Den Auftakt macht Hans-Hermann Lücke, Bezirksbürgermeister und Vorsitzender der Bezirksvertretung Barmen, die für Hochbarmen und das Toelleturm-Viertel zuständig ist und den BVV finanziell unterstützt. Lücke bemüht sich um die baldige Sanierung des Brunnens am Toelleturm und ist für den Barmer Verschönerungsverein wohlwollender Ansprechpartner.

Dem Talk mit Hans-Hermann Lücke folgt ein Drei-Gänge-Menü mit verschiedenen Weinen. Karten sind zum Preis von 27 Euro in der Geschäftsstelle des BVV, Untere Lichtenplatzer Straße 84, und im Restaurant „Zur alten Bergbahn“ erhältlich.


Mit dem Toelleturm war Rüdiger Hofmann auf Du und Du

Rüdiger Hofmanns 1968 begonnene Mitgliedschaft im Barmer Verschönerungsverein (BVV) wäre nichts Besonderes, hätte nicht die Gründung des Arbeitskreises zur Betreuung des Toelleturms und aktive Mitarbeit begonnen.

Seinerzeit war der Aussichtsturm auf der Barmer Südhöhe nach zehnjährigem „Dornröschenschlaf“ wegen Baufälligkeit und umfänglicher Renovierung, die sich schon ein Jahrzehnt später als Misserfolg herausstellte, wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Bis Mitte der 2010er Jahre koordinierte Hofmann die Einsatzzeiten der Freiwilligen, die ermöglichen, dass bei trockenem Wetter und klarer Sicht der Turm sonn- und feiertags von 12 bis 18 Uhr, seit 2019 auch samstags von 15 bis 18 Uhr, geöffnet ist.

Da der Verschönerungsverein als Turmbesitzer kein Wachpersonal einstellen konnte, fanden sich einige BVV-Mitglieder bereit, das Wahrzeichen zu öffnen und dafür ihre Freizeit zu opfern. Um die Öffnung des Toelleturms von Ostern bis Ende September zu gewährleisten, gründete die damalige Geschäftsführerin Sonja Priester am 11. Dezember 1978 einen Arbeitskreis. Dessen Gründungsmitglieder waren neben anderen Freiwilligen die Eheleute Hofmann. Auf diese Weise fanden viele Familienstunden, nicht immer bei wohligen Temperaturen, am Toelleturm statt.

Neben der Toelleturmbetreuung und Mitgliederwerbung hat der Arbeitskreis 1979 und 1984 Wanderrallyes durch die Anlagen veranstaltet, 1983 einen Jazzfrühschoppen und 2000 ein Kinderfest. 1980 leistete er bei der festlichen Einweihung des Spielplatzes praktische Hilfe. 1981 wurde auf dem Spielplatz ein Familientreff ausgerichtet. Während der Wintermonate 1982/1983 wurden die völlig verrotteten Holzwegschilder restauriert und montiert, 1982 von Sonja Priester und Rüdiger Hofmann ein Wanderplan erarbeitet. 1986 wurden 14 km Wanderwege „gezeichnet“. Es wurden Faltpläne, Prospekte, Postkarten und Karten für die Mitgliederwerbung entworfen. Am Fest zum 100. Geburtstag des Toelleturms wirkte der Arbeitskreis organisatorisch mit. Einmal jährlich führte Rüdiger Hofmann Interessierte „von Denkmal zu Denkmal“.

1980 übernahm Rüdiger Hofmann („Obertürmer“) den Arbeitskreis und schaltete sich in die Mitgliedswerbung ein, denn naturgemäß leidet der Verein, der sich seit seiner Gründung 1864 um die Pflege der Barmer Anlagen kümmert, unter der Alterspyramide. Oft führte Hofmann interessierte Gruppen durch den attraktiven Park, der durch die „Regionale 2006“ eine neue Aufwertung erfahren hat: Umfeld Toelleturm, Emil-Röhrig-Platz (frühere Bergbahn-Haltestelle Talblick), Aussichtsplateau, Rotunde, Kinderspielplatz. Die historische Bergbahntrasse wurde wieder erlebbar gemacht.

In früheren Jahren wurden Wanderrallys für die ganze Familie durch den Park organisiert, zum Familientreff auf dem Spielplatz eingeladen, hölzerne Wegeschilder restauriert, ein Wanderplan und Infoblätter erarbeitet und der Jahrhundertmarkt rund um den damals 100-jährigen Toelleturm mitgestaltet. 2007 hat Rüdiger Hofmann eine Initiative zur Sanierung des Obelisken in den oberen Anlagen gestartet. Starke Risse und Abspaltungen durch Witterungseinflüsse, verbunden mit dem Eindringen von Regenwasser bis tief in den Sandstein, gehörten zur Bestandsaufnahme. 2008 fand die Sanierung in Form des Säuberns des Steins, Schließen der vielen Risse, Verputzen zerstörter Flächen, Wiederherstellen der Verzierungen, Imprägnieren des Steins und Lasieren des gesamten Denkmals, statt. Dank der großen Spendenbereitschaft von BVV-Mitgliedern konnte Rüdiger Hofmann ein zweites Objekt auf den Sanierungsweg bringen, das Ringel-Denkmal im nach Ludwig Ringel benannten Tal.

Sein rühriges Engagement trug dazu bei, dass er 1987 in den erweiterten BVV-Vorstand gewählt worden ist. Eine Ehre an sich!

Eine Idee versuchte Rüdiger Hofmann immer auf den Weg zu bringen: die Barmer Anlagen und der Barmer Wald bieten sich hervorragend an, nicht nur auf Fotos abgelichtet zu werden, sondern auch für bewegte Bilder „Im Wandel der Jahreszeiten“. Rüdiger Hofmann, ein Barmer Junge, dachte an Flora und Fauna, aber auch an die vielen Denkmäler, spielende Kinder und ausruhende Senioren. Gesucht wurden und werden Videofilmer, die einzeln oder im Team nach einem Konzept einen Film gestalten.

Der berufliche Ruhestand veranlasste Rüdiger Hofmann 1998, nach 35-stündiger Arbeit den Besuchern der Barmer Anlagen ein neues Entenhaus zu schenken. Das sofort nach der Aufstellung bezogene Haus aus wasserfester Siebdruckplatte und mit Fassadenfarbe geschützt, hat eine Grundfläche von einem Quadratmeter, ist 95 Zentimeter hoch und als achteckiger Pavillon mit zwei Eingängen gestaltet.

Rüdiger Hofmann wurde am 13. April 1935 in Wuppertal geboren. Die Volksschule besuchte er kriegsbedingt von 1941 bis 1944 in Berlin, später von 1946 bis 1947 in Wuppertal. Der Besuch des Gymnasiums schloss sich von 1947 bis 1955 an. Bei der Remscheider Firma KHL (König & Hohmann & Otto Lübeck) hat er als Betriebsleiter bis zum Eintritt in den Ruhestand, gearbeitet.

Nach schwerer Krankheit ist Rüdiger Hofmann, der in der Weber- und später Regerstraße 8 wohnte, am 27. Dezember 2019 gestorben. Er hinterließ seine Töchter Annette mit Schwiegersohn Ado Schürmann und Britta Hofmann.

Michaela Dereschewitz, Geschäftsführerin des Barmer Verschönerungsvereins:

„In den 156 Jahren unseres Bestehens hat kaum ein Mitglied so viel Freizeit ehrenamtlich für unseren Verein mit den Barmer Anlagen und dem Toelleturm aufgebracht, wie Rüdiger Hofmann. Über 50 Jahre war er in unserer Mitte! Gemeinsam mit seiner Frau hatte er seit 1978 unzählige Stunden am Toelleturm verbracht, damit Menschen hinaufsteigen konnten. Auch um Gruppen hat er sich gekümmert. Ebenfalls ungezählt sind die Führungen, z.B. von Denkmal zu Denkmal, durch unsere Anlagen. Er hat Feste mit organisiert, ein Entenhaus für den großen Teich gebaut, Wegeschilder restauriert und die Sanierung von Denkmälern, z.B. Obelisk in den oberen Anlagen, angeregt. Er war seit 1987 der Praktiker im erweiterten BVV-Vorstand. Geschätzt haben alle Wegbegleiter seine angenehme, ruhige, zurückhaltende, sachkundige und immer hilfsbereite Art!“ 


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