News Übersicht 2020

Toelleturm-Gespräch mit Talk und Dinner


Am Donnerstag, 27. Februar 2020, ab 18 Uhr, ist Peter Prange, Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins, Gesprächsgast von Bernd Lamprecht in der „alten Bergbahn“, Sachsenstraße 2. Im Café-Restaurant von Michel La Novara sind Reservierungen möglich. Eine Karte kostet 27 Euro.

Mit dem Ziel, dass interessierte Bürger Vereine und Organisationen mit ihren verantwortlichen Personen kennenlernen, ist am 30. Januar die Reihe der „Toelleturm-Gespräche“ gestartet.

Initiator und Moderator Bernd Lamprecht wählte dafür die historische Gaststätte „Zur alten Bergbahn“ in Sichtweite des Toelleturms und begrüßte vor 20 Gästen den Barmer  Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke. Der begeisterte Barmer („schönster Stadtteil Wuppertals!“) nutzte die Gelegenheit, „seine“ Bezirksvertretung, laut Gemeindeordnung ein Organ der Selbstverwaltung, in der sich 19 Mitglieder ehrenamtlich um das Wohl von 59.000 Einwohnern kümmern, vor allem, wenn es um Schulen, Vereine und Verkehrsangelegenheiten geht.

In den vergangenen Jahren haben sich die Bezirksvertretungen Barmen (zuständig für das Tolleturm-Viertel) und Heckinghausen (Park und Wald) für Förderanträge des Barmer Verschönerungsvereins offen gezeigt und bei der Finanzierung von Hundekotspenderbeutel und Rhododendronanschaffungen geholfen. Auch das neue Geländer an der Fußgängerbrücke über die Untere Lichtenplatzer Straße wurde auf den Weg gebracht. BVV-Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz: „Wir sind auf diese Unterstützung angewiesen und nutzen die Beratungskompetenz der städtischen Ressorts. Herrn Lamprecht danken wir, dass wir Ankerpartner in einer großartigen Kooperation von Barmen und Hochbarmen (Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Hochbarmen), die durch unsere Barmer Anlagen verbunden wird, sein dürfen. Ohne gute Vernetzung ist heute Vieles nicht mehr möglich.“

Durch Zufall aus Köln nach Wuppertal gekommen (das Kennenlernen fand an einem Regentag statt), wurde der Betriebswirt und Werbeagenturchef 1974 BV-Mitglied, später CDU-Fraktionssprecher. Seit 2008 bekleidet er „das schönste denkbare Ehrenamt“ und kandidiert am 13. September 2020 erneut. Lücke erinnert sich an 50 glückliche Jahre mit seiner früh verstorbenen Frau und den Kindern.

Die jährlich sechs öffentlichen BV-Sitzungen finden im Rathaus statt, dienstags ab 18 Uhr. Die Tagesordnung und Drucksachen stehen im Ratsinformationssystem (www.wuppertal.de). Aktuelle Themen sind der umstrittene Regionalplan, der Wohnbauten an der Adolf-Vorwerk-Straße erlauben will (Lücke: „Für Rat und BV unvorstellbar!“), Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofes Heubruch und die Stellplatzsatzung. Ein besonderes Anliegen ist Lücke die „Unterbarmer Kindertafel“. Seine Bemühungen um die Sanierung des Brunnens am Toelleturm sollen noch in diesem Jahr belohnt werden. Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth, regte eine Beleuchtung für den Brunnen an und hofft auf eine Spendenfinanzierung. Nach dem Talk wurde ein Drei-Gänge-Menü serviert.


Toelleturm-Gespräch mit Barmens Bezirksbürgermeister


Mit dem Barmer Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke startet am Donnerstag, 30. Januar, um 18 Uhr, im Restaurant „Zur alten Bergbahn“, Sachsenstraße 2, die von Bernd Lamprecht initiierte neue Dinner und Talk-Reihe „Toelleturm-Gespräch“. Nachdem der Präsident der Bredt-Gesellschaft verschiedene Kooperationspartner, zu denen der Barmer Verschönerungsverein, der Bürgerverein Hochbarmen, der Heidter Bürgerverein Barmen und weitere Barmer Organisationen gehören, miteinander verbunden hat, bekommen Interessierte in den kommenden Monaten die Möglichkeit, verantwortliche und bekannte Personen kennenzulernen.

Den Auftakt macht Hans-Hermann Lücke, Bezirksbürgermeister und Vorsitzender der Bezirksvertretung Barmen, die für Hochbarmen und das Toelleturm-Viertel zuständig ist und den BVV finanziell unterstützt. Lücke bemüht sich um die baldige Sanierung des Brunnens am Toelleturm und ist für den Barmer Verschönerungsverein wohlwollender Ansprechpartner.

Dem Talk mit Hans-Hermann Lücke folgt ein Drei-Gänge-Menü mit verschiedenen Weinen. Karten sind zum Preis von 27 Euro in der Geschäftsstelle des BVV, Untere Lichtenplatzer Straße 84, und im Restaurant „Zur alten Bergbahn“ erhältlich.


Mit dem Toelleturm war Rüdiger Hofmann auf Du und Du

Rüdiger Hofmanns 1968 begonnene Mitgliedschaft im Barmer Verschönerungsverein (BVV) wäre nichts Besonderes, hätte nicht die Gründung des Arbeitskreises zur Betreuung des Toelleturms und aktive Mitarbeit begonnen.

Seinerzeit war der Aussichtsturm auf der Barmer Südhöhe nach zehnjährigem „Dornröschenschlaf“ wegen Baufälligkeit und umfänglicher Renovierung, die sich schon ein Jahrzehnt später als Misserfolg herausstellte, wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Bis Mitte der 2010er Jahre koordinierte Hofmann die Einsatzzeiten der Freiwilligen, die ermöglichen, dass bei trockenem Wetter und klarer Sicht der Turm sonn- und feiertags von 12 bis 18 Uhr, seit 2019 auch samstags von 15 bis 18 Uhr, geöffnet ist.

Da der Verschönerungsverein als Turmbesitzer kein Wachpersonal einstellen konnte, fanden sich einige BVV-Mitglieder bereit, das Wahrzeichen zu öffnen und dafür ihre Freizeit zu opfern. Um die Öffnung des Toelleturms von Ostern bis Ende September zu gewährleisten, gründete die damalige Geschäftsführerin Sonja Priester am 11. Dezember 1978 einen Arbeitskreis. Dessen Gründungsmitglieder waren neben anderen Freiwilligen die Eheleute Hofmann. Auf diese Weise fanden viele Familienstunden, nicht immer bei wohligen Temperaturen, am Toelleturm statt.

Neben der Toelleturmbetreuung und Mitgliederwerbung hat der Arbeitskreis 1979 und 1984 Wanderrallyes durch die Anlagen veranstaltet, 1983 einen Jazzfrühschoppen und 2000 ein Kinderfest. 1980 leistete er bei der festlichen Einweihung des Spielplatzes praktische Hilfe. 1981 wurde auf dem Spielplatz ein Familientreff ausgerichtet. Während der Wintermonate 1982/1983 wurden die völlig verrotteten Holzwegschilder restauriert und montiert, 1982 von Sonja Priester und Rüdiger Hofmann ein Wanderplan erarbeitet. 1986 wurden 14 km Wanderwege „gezeichnet“. Es wurden Faltpläne, Prospekte, Postkarten und Karten für die Mitgliederwerbung entworfen. Am Fest zum 100. Geburtstag des Toelleturms wirkte der Arbeitskreis organisatorisch mit. Einmal jährlich führte Rüdiger Hofmann Interessierte „von Denkmal zu Denkmal“.

1980 übernahm Rüdiger Hofmann („Obertürmer“) den Arbeitskreis und schaltete sich in die Mitgliedswerbung ein, denn naturgemäß leidet der Verein, der sich seit seiner Gründung 1864 um die Pflege der Barmer Anlagen kümmert, unter der Alterspyramide. Oft führte Hofmann interessierte Gruppen durch den attraktiven Park, der durch die „Regionale 2006“ eine neue Aufwertung erfahren hat: Umfeld Toelleturm, Emil-Röhrig-Platz (frühere Bergbahn-Haltestelle Talblick), Aussichtsplateau, Rotunde, Kinderspielplatz. Die historische Bergbahntrasse wurde wieder erlebbar gemacht.

In früheren Jahren wurden Wanderrallys für die ganze Familie durch den Park organisiert, zum Familientreff auf dem Spielplatz eingeladen, hölzerne Wegeschilder restauriert, ein Wanderplan und Infoblätter erarbeitet und der Jahrhundertmarkt rund um den damals 100-jährigen Toelleturm mitgestaltet. 2007 hat Rüdiger Hofmann eine Initiative zur Sanierung des Obelisken in den oberen Anlagen gestartet. Starke Risse und Abspaltungen durch Witterungseinflüsse, verbunden mit dem Eindringen von Regenwasser bis tief in den Sandstein, gehörten zur Bestandsaufnahme. 2008 fand die Sanierung in Form des Säuberns des Steins, Schließen der vielen Risse, Verputzen zerstörter Flächen, Wiederherstellen der Verzierungen, Imprägnieren des Steins und Lasieren des gesamten Denkmals, statt. Dank der großen Spendenbereitschaft von BVV-Mitgliedern konnte Rüdiger Hofmann ein zweites Objekt auf den Sanierungsweg bringen, das Ringel-Denkmal im nach Ludwig Ringel benannten Tal.

Sein rühriges Engagement trug dazu bei, dass er 1987 in den erweiterten BVV-Vorstand gewählt worden ist. Eine Ehre an sich!

Eine Idee versuchte Rüdiger Hofmann immer auf den Weg zu bringen: die Barmer Anlagen und der Barmer Wald bieten sich hervorragend an, nicht nur auf Fotos abgelichtet zu werden, sondern auch für bewegte Bilder „Im Wandel der Jahreszeiten“. Rüdiger Hofmann, ein Barmer Junge, dachte an Flora und Fauna, aber auch an die vielen Denkmäler, spielende Kinder und ausruhende Senioren. Gesucht wurden und werden Videofilmer, die einzeln oder im Team nach einem Konzept einen Film gestalten.

Der berufliche Ruhestand veranlasste Rüdiger Hofmann 1998, nach 35-stündiger Arbeit den Besuchern der Barmer Anlagen ein neues Entenhaus zu schenken. Das sofort nach der Aufstellung bezogene Haus aus wasserfester Siebdruckplatte und mit Fassadenfarbe geschützt, hat eine Grundfläche von einem Quadratmeter, ist 95 Zentimeter hoch und als achteckiger Pavillon mit zwei Eingängen gestaltet.

Rüdiger Hofmann wurde am 13. April 1935 in Wuppertal geboren. Die Volksschule besuchte er kriegsbedingt von 1941 bis 1944 in Berlin, später von 1946 bis 1947 in Wuppertal. Der Besuch des Gymnasiums schloss sich von 1947 bis 1955 an. Bei der Remscheider Firma KHL (König & Hohmann & Otto Lübeck) hat er als Betriebsleiter bis zum Eintritt in den Ruhestand, gearbeitet.

Nach schwerer Krankheit ist Rüdiger Hofmann, der in der Weber- und später Regerstraße 8 wohnte, am 27. Dezember 2019 gestorben. Er hinterließ seine Töchter Annette mit Schwiegersohn Ado Schürmann und Britta Hofmann.

Michaela Dereschewitz, Geschäftsführerin des Barmer Verschönerungsvereins:

„In den 156 Jahren unseres Bestehens hat kaum ein Mitglied so viel Freizeit ehrenamtlich für unseren Verein mit den Barmer Anlagen und dem Toelleturm aufgebracht, wie Rüdiger Hofmann. Über 50 Jahre war er in unserer Mitte! Gemeinsam mit seiner Frau hatte er seit 1978 unzählige Stunden am Toelleturm verbracht, damit Menschen hinaufsteigen konnten. Auch um Gruppen hat er sich gekümmert. Ebenfalls ungezählt sind die Führungen, z.B. von Denkmal zu Denkmal, durch unsere Anlagen. Er hat Feste mit organisiert, ein Entenhaus für den großen Teich gebaut, Wegeschilder restauriert und die Sanierung von Denkmälern, z.B. Obelisk in den oberen Anlagen, angeregt. Er war seit 1987 der Praktiker im erweiterten BVV-Vorstand. Geschätzt haben alle Wegbegleiter seine angenehme, ruhige, zurückhaltende, sachkundige und immer hilfsbereite Art!“ 


Kontakt zum BVV

Bürozeiten: Mo. - Do.
09.00 - 14.00 Uhr

Telefon: 0202 55 79 27
Mail: info@barmer-anlagen.de