News Übersicht 2021

Ein Baum für meine Barmer Anlagen

Update: Alle Bäume haben bereits ihren Baumpaten gefunden! Wir danken für Ihre Unterstützung!

Für diesen Winter haben sich die beiden Gärtner des vor 157 Jahren gegründeten Barmer Verschönerungsvereins die Überarbeitung der unteren Barmer Anlagen zwischen Untere Lichtenplatzer Straße und Ottostraße vorgenommen. 150 Jahre nach dem Tod des gestaltenden Vaters, Hofgartendirektor Joseph Clemens Weyhe, sind diesmal keine Kriegsschäden der Anlass, sondern regelmäßige Pflegearbeiten.

Im ersten Schritt wurden Bäume und Sträucher, die teilweise noch die Handschrift von Weyhe erkennen lassen zurückgeschnitten. „Da wir in den vergangenen Jahren durch Stürme einige alte Bäume verloren haben oder Äste abgebrochen sind, sind Lücken entstanden, die wir nun schließen möchten“, erklärt Michaela Dereschewitz, die BVV-Geschäftsführerin.

Bei der Neupflanzung orientieren sich die Mitarbeiter am Parkpflegewerk, das im Zuge der „Regionale 2006“ entstanden ist und Richtlinien vorgibt: wenn ein Baum entnommen wird, soll an gleicher Stelle die gleiche Art nachgepflanzt werden. Michaela Dereschewitz muss jedoch auch die Klimaveränderungen bedenken, weil nicht jede Baumart trockene Jahre überlebt.

Bereits in den vergangenen Jahren haben Vereinsmitglieder und Mitbürger Bäume gespendet und damit ihre Verbundenheit mit den Barmer Anlagen ausgedrückt. Der aktuelle Hilferuf beinhaltet diese Bäume:

  • 2 Ebereschen (je 350 Euro)
  • 1 Spitzahorn (210 Euro)
  • 1 Bergahorn (190 Euro)
  • 1 Hemlocktanne (100 Euro)

Dazu für die oberen Anlagen:

  • 1 Zierapfel (285 Euro)
  • 1 Weymouthkiefer (145 Euro)

Spender erhalten auf Wunsch Spendenbescheinigungen.

Michaela Dereschewitz, die für jede Spende dankbar ist: „Auf Wunsch hängen wir gerne Spenderschilder auf.“

Erreichbar ist der BVV montags bis donnerstags vormittags via Telefon 0202 55 79 27 und per E-Mail: info@barmer-anlagen.de


Schöne Wintererlebnisse in den Anlagen

Viele Autos mit unterschiedlichen Kennzeichen rund um die Barmer Anlagen haben am Sonntag deutlich gemacht, dass Familien aus der nahen und weiteren Umgebung, vor allem aus dem Rheinland, die Anlagen zum Schlittenfahren nutzen wollten. Schließlich liegt das Bergische Land näher, als das Sauerland. Das Stimmengewirr unterstrich die Freizeitmöglichkeiten im größten deutschen Park in bürgerschaftlichem Besitz. Alle Wiesen wurden fleißig zum Rodeln genutzt und die Kinder hatten große Freude, vor allem beim Bauen von Schneemännern. Schließlich ist Schnee längst zur Mangelware geworden.


Die Stechpalme ist Baum des Jahres 2021

Entdecken Sie den Baum des Jahres 2021 an verschiedenen Orten in den Barmer Anlagen und im Barmer Wald!

Die Stechpalme, bei uns gerne als „Ilex“ bezeichnet, wirkt exotisch, ist aber Europäerin durch und durch: „Die Stechpalme ist ein Paradebeispiel für gelebten Artenschutz, dank dem sich die Bestände in den letzten hundert Jahren in Deutschland deutlich erholt haben“, erklärt Stefan Meier, Präsident der Baum des Jahres Stiftung. Auch Schirmherrin Bundesministerin Julia Klöckner begrüßt die Wahl der immergrünen Laubbaumart, als Baustein der heimischen Biodiversität: „Sie ist Bestandteil unseres Ziels, den Umbau unserer Wälder zu klimaangepassten Mischwäldern weiter voranzubringen." Bundesministerin Julia Klöckner dankt der Baum des Jahres Stiftung Dr. Silvius Wodarz Stiftung für ihr Engagement und betont: „Unsere Wälder sind im Klimastress. Umso wichtiger, dass Wald und Bäume Fürsprecher haben, wie die Baum des Jahres Stiftung.“ Denn es waren Forstleute, Naturschützer und Politik die in den 1920er Jahren auf den dramatischen Rückgang der Stechpalme reagierten: Zuvor erfreute sich die Art als Feiertagsdekoration so großer Beliebtheit, dass sie in ganzen Wagenladungen aus den Wäldern transportiert wurde. Seit etwa hundert Jahren hat wildwachsender Ilex als Weihnachtsdeko ausgedient und steht in Deutschland unter besonderem Schutz. Die Bestände haben sich erholt. Gewinnerin im Klimawandel? Seit Urzeiten in Europa beheimatet, hat Ilex aquifoliaes aufgrund klimatischer Veränderungen geschafft, sich neue Lebensräume in Skandinavien und Polen zu erschließen. Da siehäufig im Unterholz schattiger Laubwälder als Strauch wächst, ist ihre wirtschaftliche Nutzung weitgehend unbedeutend. Als Teil der heimischen Flora bildet sie aber einen wertvollen Baustein der Biodiversität unserer Wälder. „Unsere Wälder und die nachhaltige Holznutzung entlasten die Atmosphäre jährlich um 14 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. In dieser Zeit brauchen unsere Bäume unser engagiertes Handeln. Als Große Koalition haben wir deshalb dafür gesorgt, dass 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, um den Wald klimastabil zu machen und naturnah zu bewirtschaften. Hierzu trägt auch der Baum des Jahres bei. Der sympathische Immergrün ist er ein hervorragender Brutplatz  und eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Bienen und Hummeln“, so Klöckner. Als Ziergehölz hat die Stechpalme ihren Siegeszug schon lange angetreten und ist heute in kaum überschaubarer Farb-und Formenfülle in Gärten und Parks vertreten. Ein König für den Ilex. Nikolaus Fröhlich ist der erste Deutscher Baumkönig: „Meine Patenart ist ein Paradebeispiel, wie Artenschutz im bewirtschafteten Wald gelingt.“ erklärt der studierte Landschaftsarchitekt. „Die Stechpalme ist somit ein wichtiger Baustein unserer heimischen Biodiversität - und das möchte ich den Menschen in 2021 näher bringen.“ Fröhlich bringt viel Erfahrung aus dem Bereich Garten und Landwirtschaft mit und freut sich 2021als Botschafter der Baum des Jahres Stiftung unterwegs zu sein.

Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolim)
Baum des Jahres 2021 – 33. JAHRESBAUM

(von Dr. Rudolf Fenner). Sie wirkt wie eine Exotin in unserer mitteleuropäischen Landschaft. Alle heimischen Laubbäume werfen hier im Herbst ihre Blätter ab. Die Stechpalme tut es nicht. Sie ist immergrün und behält ihre Blätter sommers wie winters, jedes über drei Jahre und länger. Ungewöhnlich sind auch ihre satt dunkelgrün glänzenden Blätter. Sie sind ledrig-steif und haben einen welligen und mit unangenehm spitzen Stacheln bewehrten Blattrand.Nicht wenige werden sich fragen, ob sie überhaupt ein Baum ist. Man kennt sie doch eher als ein strauchartiges Gehölz in Laubwäldern, meist ein, zwei Meter, gelegentlich auch mal bis zu fünf Meter hoch, doch eher in die Breite gehend, umgeben von Ablegern aus bewurzelten Seitenästen und ausgetriebenen Wurzelsprossen. Die Antwort ist einfach: Die Stechpalme kann beides – Baum oder Strauch sein – abhängig von den Lichtverhältnissen. Auf sehr lichten Waldstandorten oder in Grünanlagen oder Gärten – dort kann man sie sehen, hoch aufgeschossen, oft mit einem geraden, bis in die Spitze ziehenden Stamm, vom Wuchs her an die kegelförmige Gestalt von Nadelbäumen erinnernd. Zehn Meter, seltener auch bis fünfzehn Meter hoch können sie hier werden – so hoch etwa wie ein viergeschossiges Haus. Keine Frage also: Die Stechpalme – wenn auch nicht gerade ein Gigant – so ist sie doch zweifelsohne ein Baum.


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